=============================================
DER KNAUSERER
die 1. Online-Zeitung
fuer Sparsame
=============================================
Ausgabe 08/2009
Knauserer-Homepage: http://www.derknauserer.at
Link: http://www.derknauserer.at/kn/knauserer%2008_2009.txt
-----------------------------------------------------------------------
Inhaltsverzeichnis:
* UrlaubsReisen - zwischen Gedankensouveniers und Autobahnphilosophie
* Sprossen - eine Anleitung von der Vollwertigerin
* Projekt 2009: Ich bau mir ein Regal! (Drohung eines Unwissenden)
* Meine Kräuterapotheke - so klappt es!
* Was man alles mit simplem Backpulver machen kann
* Mit kleinen Tipps viel sparen
-----------------------------------------------------------------------
* UrlaubsReisen - zwischen Gedankensouveniers und Autobahnphilosophie
"Glücklich der, der zu Hause bleiben kann." Grundsätzlich möchte ich eine
Betrachtung vom Urlaub anno 2009 mit diesen Worten übertiteln.
Glücklich der, der sich zu Hause ein Paradies schaffen konnte, das ihm
jene Erholung bieten kann, die er sucht. Glücklich der, der sein Leben
so organisieren konnte, dass er auch zu Hause in größter Ruhe die Beine
übereinander schlagen kann.
Die meisten schaffen diesen Idealzustand nicht. Meistens fühlt man sich
zu Hause gehetzt und vom Alltag stark gefordert, sodass man sich dann und
wann nach einem Tapetenwechsel und einem Kurzzeitausbruch sehnt.
Hinzu kommt noch, dass einige an latentem Fernweh leiden, das befriedigt
werden will .... Neues sehen und entdecken ...
Da wir aus beiderlei Gründen zur letzteren Gruppe gehören, hat es uns
heuer auch wieder in die Ferne gezogen. Mein Mann wollte eigentlich nur
Sonne (für alle Tiroler: das ist das lustige runde gelbe Ding, das anders-
wo am Himmel hängt).
Wir sind heuer in die Cevennen/Südfrankreich gefahren. Für mich als
Knauserer war es irgendwie schon ein Paradies. Die gesamte Gegend ist
wie die Provence ein wahrer Kräutergarten. Man kann nicht nur den groß-
flächig kultivierten Lavendel (neben ebenso großen Sonnenblumenfeldern)
sondern auch der wild wachsenden Thymian, Salbei, Rittersporn, Rainfarn
etc. bewundern und sich an ihrem Duft erfreuen.
Auch mit anderen Gaben ist die Natur großzügig. So findet man allenthalben
wilde Renneclaudenbäumchen mit herrlichen kleinen süßen Früchtchen.
Dass man in den Bergflüssen wie Ardeche oder Gardon baden kann, übersteigt
das Vorstellungsvermögen eines Tirolers bei weitem.
Ich habe heuer ganz aktiv nach Impulsen für den Knauserer gesucht und
ich muss zugeben, es hat Spaß gemacht. Auch eine Urlaubsvariante jenseits
typischen Urlaubskonsumismus.
Zum einem sind da die Märkte, auf denen Handwerker Seifen, offene Ge-
würze, Lebensmittel, die auf dem ersten Blick bio sind, Kunsthandwerk
etc. unter freiem Himmel feilgeboten werden. Das überraschendste für mich
war aber ein Stand mit Sprossen, was ich in dieser Form noch nie gesehen
habe. Aus diesem Anlass möchte ich euch im zweiten Artikel dieses mal,
Sprossen näherbringen.
Eine weitere ganz außerordentliche Entdeckung war, wie wenig Raum manche
Franzosen brauchen, um aus ihrem Haus oder nur ihrer Wohnung eine grüne
Oase zu machen.
Mit einer ganz eigenen Ästhetik werden die kargen Steinmauern mit üppigen
Farbklecksen. Mit Tontöpfen, Blumentrögen, die an Haken an die Wand ge-
hängt werden, oder mit bildhübschen tönernen Wandvasen wird jeder noch
so kleine Raum mit Blumen, Kräutern und Gemüse geschmückt.
Beispiele für eine solche Auffassung von Garten hier:
http://www.hicker.de/kraeuter-in-toepfen-11454-pictures.htm
Damit möchte ich allen Mut machen, die kaum Raum für den Pflanzenbau
haben!
Auch für die Küche habe ich etwas entdeckt. Wer schlagartig zuviel Salat
hat, der kann Salat auch verkochen.
Geschmorte Salatherzen
3 Karotten
2 Zwiebeln
6 Salatherzen
200 ml Weißwein
1 Zweig Thymian
1 Zweig Rosmarin
1 l Hühnersuppe
Karotten und Zwiebeln schälen, Karotten würfeln, die Zwiebeln in feine
Streifen schneiden. Backrohr auf 180 °C vorheizen.
Salatherzen, Karotten und Zwiebeln in eine Auflaufform mit dem Wein über-
gießen. Die Kräuterzweige dazulegen und Suppe zugießen bis die Salat-
herzen mit Suppe bedeckt ist.
Das Gemüse zugedeckt im vorgeheizten Backrohr bei 180 °C 1 Stunde lang
schmoren und dabei nach und nach die restliche Suppe zugießen.
Souveniers braucht man in Südfrankreich nicht kaufen. Gut an der Lavendel-
seife bin ich nicht vorbeigekommen. Sonst habe ich büschelweise am
Campingplatz Kräuter getrocknet, Renneclaudenkerne und Mohnsamen gesammelt,
und hübsche Trockenblumen (Typ: Lunaria rediviva - Silberblatt) für Ge-
stecke geerntet.
Neues habe ich auch bei der Beschäftigung der Kinder herausgefunden.
Kiloweise haben die beiden nämlich Steine herangetragen. "Edelsteine!"
wie sie sich sicher waren.
Aus einem mitgebrachten Pfadfinderbuch habe ich sodann folgende Spiele
herausgefunden:
a) Steinboccia: jeder schreibt den Anfangsbuchstaben seines Namens auf
einen Stein (gleich große wären am besten) und versucht dann so nahe
wie möglich an einen speziell markierten "Hasen" heranzuwerfen. Steht
dem Original in nichts nach!
b) Wer viele kleinere flache Steine hat, kann daraus ein Steinmemory
machen. Die Steine werden mit Motiven bemalt. Dann drehen sich die
Mitspieler um und der Spielleiter nimmt 2 Steine weg. Dann müssen die
anderen raten, welche Steine fehlen. Das ist sogar für kleine Kinder
geeignet.
Kurzum der Urlaub war ein großer Erfolg und hat allen Spaß gemacht
(ohne dass wir den touristischen Attraktionen der Gegend gefolgt wären).
Nur muss ich folgenden Schluss ziehen: 14 Tage reichen, um viel von
einer Gegend zu sehen und reichen genausogut aus, um nichts von Land
und Leuten und deren Lebensart mitzukriegen.
(Nichts ist sicher etwas streng, aber sich anzumaßen, "Frankreich" ge-
sehen zu haben, wäre genauso falsch.)
Deshalb an alle Franzosen unter den Abonennten des Knauserers! Was
glaubt ihr, ist in eurem Land besser gelöst als in D, CH und A.
Laßt uns an euren Beobachtungen teilhaben! Merci!
Marianne hat mir bereits aufgezeigt, dass das Thema Einkaufsgemeinschaften
in Frankreich wesentlich weiter verbreitet ist als hierzulande:
"In Frankreich gibt es die AMAP- Associations
pour le maintien d'une agriculture paysanne = Verbände für den Erhalt
einer bäuerlichen Landwirtschaft = das Prinzip ist, eine direkte Ver-
bindung zwischen den Bauern und Konsumenten, die sich verpflichten die
Produktion zu kaufen, zu einem fairen Preis und zahlen im Voraus
durch einen monatlichen Mitgliedsbeitrag.
Damit ist beiden gedient, der Bauer kann seine ökolgischen Produkte
ohne den Druck der grossen Handelsketten verkaufen, und der Verbraucher
hat ene besseren Preis und weis woher die Ware kommt und auch deren
Qualität.
Hier der Link in französisch : www.reseau-amap.org/amap.php"
-----------------------------------------------------------------------
* Sprossen - eine Anleitung von der Vollwertigerin
Eigentlich würde ein Artikel über Sprossen besser in einen Knauserer im
März passen, wo man schon nach etwas eigenem Grün lechzt und man schon
ganz verträumt der Kresse beim Wachsen zusieht. Aber Sprossen können viel
mehr als unseren Grünhunger im Frühfrühling zu überbrücken und sollten
ein fixer Bestandteil unserer gesunden Ernährung werden. Und da Sprossen
dann auch noch recht günstig sind, sind sie somit ein Fall für den
Knauserer.
Da ich selber noch ganz am Anfang meiner Sprossenzüchtung
stehe, bediene ich mich für diesen Artikel beim Blog der Vollwert Tigerin,
auf dem ihr noch weitere Infos zu Sprossen und anderen Vollwertthemen finden
könnt (http://vollwerttigerin.wordpress.com/)
WARUM SPROSSEN?
Während des Keimvorgangs wird aus dem Korn eine wahre Enzymfabrik, die die
vorhandenen Nährstoffe in Vitamine, Enzyme, und z.T. auch in Eiweiße umsetzt.
Der Stärkegehalt der Körner wird dadurch stark reduziert und in kürzere, leicht
süß schmeckende Kohlenhydrate umgesetzt. Man bekommt also nicht nur die
vielen Mineralien des vollen Korns, sondern viel mehr.So frisch und gesund
kann kein gekauftes Gemüse sein.
DER ROHSTOFF
Zum Spriessen sind besonders geeignet sind Alfalfa (Luzerne, schmeckt
wie Salat), Senf (mild-frisch), Rettich (scharf), Linsen aller Art (knackig),
Erbsen (ganz leicht süß und knackig), Kichererbsen (in Butter gebraten wie
Nüsse), Weizen (süß), Mungo (knackig), Brokkoli (wie Brokkoli), Bockshornklee
(Curry), Radieschen (scharf) .
Bei Kichererbsen, Bockshornklee, und Weizen sollte der Keim nur so lang sein,
wie das Korn, dann müssen sie in den Kühli, sonst schmecken sie nicht mehr.
Bei den anderen darf der Keim ruhig etwas länger werden, bei Alfalfa sogar
Grünes kommen. Mungobohnensprossen sollten blaß bleiben, dürfen aber bis zu
5cm werden.
Ich kaufe übrigens nicht die sehr teuren Portionstüten im Drogeriemarkt,
sondern die meisten Sorten in preislich freundlicheren 100g Tüten bei
Blauetikett-Bornträger in ebenfalls Bio-Qualität.
WAS BRAUCHT MAN UM SELBER SPROSSEN ZU ZIEHEN
Zum Selberziehen braucht man nur ein großes Glas, ein Stück Plastikfliegen-
gitter und ein strammes Gummiband.
UND SO GEHT'S .....
1 EL Samen (bitte für jede Sorte ein eigenes Glas nehmen, wegen unterschied-
licher Keimzeiten) verlesen, d.h., halbe und angebrochene aussortieren,
wenigstens bei den großen Samen ab Getreidegröße, und das Glas dann minde-
stens halbvoll mit lauwarmem Wasser füllen und über Nacht stehen lassen.
Am nächsten Morgen das Wasser abgießen, zweckmäßigerweise bei kleinen Samen
durch das Fliegengitter, bei großen auch durch ein normales Sieb, unter
fließend kaltem Wasser durchspülen, abtropfen lassen, und zurück ins Glas
geben und mit dem Gitter randdicht verschließen zum Schutz vor Obstfliegen.
Diesen Spülvorgang morgens und abends wiederholen, bis der Keim die
gewünschte Länge erreicht hat.
Danach kann man die Sprossen noch etwa eine Woche im Kühlschrank aufbewahren,
sollte sie aber weiter spülen – sie hören nicht auf zu wachsen, sondern
tun es nur noch sehr langsam.
UND WAS MACH ICH MIT DEN SPROSSEN?
Ich esse Sprossen z.B. auf Butterbrot – Radieschen-, Senf-, Luzerne-,
Rettichsprossen kommen da gut.
Ich mache ganze Salate daraus mit Alfalfa als Hauptzutat – mit verschiedenen
Dressings ist das nie langweilig.
Ich packe gern Sprossen in meinen Brotteig (max. eine Handvoll auf 500g Mehl).
Ich mache ganze Gemüsepfannen daraus – die Würzung und evt. noch andere Zutaten
bestimmen die Geschmacksrichtung.
Ich mixe sie in meinen Powerdrink, wenn mir das Obst ausgegangen ist.
WEITERE INFOS:
Quelle: http://vollwerttigerin.wordpress.com/2009/06/10/sprossen-how-to/
Wer Näheres über Inhaltsstoffe wissen, und auch konkrete Rezepte möchte, sei auf
die Bücher von Rosemarie Nöcker verwiesen.
Das große Buch der Sprossen und Keime: Mit vielen Rezepten
Sprossen und Keime. Der Garten im Zimmer.
Weitere Links:
http://sprossen-selbstgemacht.de/
http://www.gesunde-sprossen.de/
Die Sprossen sind mir auf Anhieb sympathisch gewesen, denn hier kann man
sich durch einfache eigenen Aktivität selber gesunde Lebensmittel herstellen.
Das alles recht günstig und ohne großen Aufwand. Klingt doch verlockend!
Gutes Gelingen!!!
-----------------------------------------------------------------------
* Projekt 2009: Ich bau mir ein Regal!
(Drohung eines Unwissenden) oder die Suche nach alternativen Materialien
Baut sich denn heute noch wer ein Regal? Oder hirscht schon wirklich jeder noch
so hartgesottene Knauserer in Richtung IKEA, weil jede Rechnung zugunsten von
BILLY oder IVAR ausgeht. Wahr ist sicher, dass der Hobbytischler (wie auch der
professionelle) unter der Billigmöbelflut leidet. Gerade einfache Teile lohnen
sich oft nicht mehr im Selbstbau. Anders sieht es beim Einbaumöbel aus, aber da
muss man dann schon etwas geübter sein.
Und deshalb muss man sich an einfachen Teilen üben.
Wie komme ich also zu einem billigen Regal (sagen wir was bordähnliches für Nippes
oder Bücher, Handtücher oder sonstiges)?
DAS KLASSISCHE HOLZREGAL
Kann ich als Ungeübter Tischlerarbeiten erledigen?
Dann brauche ich allerdings detaillierte Instruktionen. Im Internet gibt es etliche
Anleitungen. Bei
http://www.heimwerker.de/heimwerker/service-lexika/bauplan-archiv/moebel/regale.html
Die von mir gecheckten, klangen ganz brauchbar, aber für ganz ungeübte Bastler doch
etwas zu vorschrittlich.
Auch meine Bücher waren etwas unverlässlich
Als erstes nahm ich das immer brauchbare "Altbewährtes neu entdeckt" zur Hand und
las mir die Beschreibung für ein offenes Regal durch. Ein Regal ohne Nägel nur mit
Schwalbenschwanzzinkung - also ganz ehrlich, da habe ich beim Durchlesen kapituliert.
(Was in diesem Buch allerdings faszinierend ist, sind die Anleitungen zum Her-
stellen von einfachen Türen).
Eine bessere Anleitung habe ich dann in einem Heimwerkerbuch aus den 70ern ge-
funden, das ich mal für 50ct auf einem Flohmarkt erstanden habe:
Das Große Heimwerkerbuch
Die reiche Bebilderung und die detaillierten Anleitungen haben mir Mut gemacht.
Ich habe ein Bord für meine Zwecke abgeändert. Das Ergebnis kann sich sehen
lassen, allerdings nur im dunklen Keller.
Für blutige Anfänger muss ich zugeben, ist eine kleine Lehrstunde beim befreundeten
Hobbytischler wohl die beste Alternative. Wer da mit eigenem Material anzuckelt,
dem wird auch gerne geholfen.
Oft bieten auch Volkshochschulen Heimwerkerkurse an. Und in Österreich sei auf
die Gratiskurse bei Baumax nochmals hingewiesen.
ROHSTOFF
Der Rohstoff Holz ist - wenn man sich alles kaufen muss - nicht sehr billig.
Ich konnte mich aus dem reichen Fundus meines Mann an Holzrestenbedienen.
Sonst bekommt man günstig Holzreste im Baumarkt. Wer nur etwas kleines wie ein
Bord bauen will, wird bei den Abschnittresten sicher fündig.
Eine weitere Idee wäre zB alte Möbel mit schönen Brettern nicht zu entsorgen,
sondern eben diese schönen Bretter für zukünftige Projekte auf Lager legen.
Wer einen passionierten Tischler kennt, kann den mal um Reste anhauen, vielleicht
kommt man so zu einem guten Handel.
Ob man alte Paletten wirklich noch zu Möbeln umrecycling kann, wage ich hiermit
zu bezweifeln. Es gibt aber Leute im Internet, die das machen.
Vielleicht die einfachste Idee ist, bereits bestehende Möbel umzuändern. So wird
aus einem Schrank ein Regal etc. Ideen gibt es hier genug im Internet. zB
Fässchen: http://www.winevine-imports.com/images/thumbs/t_1929.jpg
Weitere Ideen wie man zu billigem Holz kommt, findet ihr unter:
http://einfach-leben.freeky.at/read.php?20,12397,12416#msg-12416
Wer noch was weiß, bitte reinposten!!!!
So viel zum Thema Möbel aus Holz. Für "mal schnell probieren", ist das kein
Thema. Das geht in die Hose. Aber wer sich wirklich reinkniet, fachkundige
Anleitung hat, der wird es sicher zu ein paar ansehnlichen Möbeln bringen.
Aber es muss ja nicht immer Holz sein:
ALTERNATIVE MATERIALIEN
Über das Alternativmaterial Pappmache habe ich schon mal einen Artikel ver-
faßt, der sehr gut angekommen ist:
http://www.derknauserer.at/kn/knauserer%2011_2007.txt
Regale aus KARTON können auch sehr schick sein, vor allem wenn man ihnen noch
ein falsches Furnier verpasst. Ideen zum Nachbau gibt es hier
http://www.yankodesign.com/2008/09/29/for-the-cardboard-lover/
Gerade für Regale, die nur leichte Sachen tragen, kann ich mir verleimten
Karton als Regalboden durchaus vorstellen.
(Trendige Kartonmöbel habe ich hier gefunden:
http://www.betterandgreen.de/blog/nachhaltige-und-stylische-moebel-aus-pappe-a4adesign/)
Eine andere Idee wäre ein Regal im Bambusdesign, wobei man als Bambusersatz
zu Kartonrollen (zB Plotterpapierträger, Bodenbelagrollen etc.) greifen kann.
Wie Bambus dann halt die Verbindungen durch Wickeln herstellen.
(Hab ich mal gesehen, sieht mit Tapiflex-Klebefurnier recht echt aus).
Über das Bücherregal aus einem alten Drahtbügel habe ich dann doch herzlich
gelacht. Als Zeitungsständer könnte es aber doch ganz witzig sein:
http://superziper.blogspot.com/2008/07/diy-porta-livros-ou-discos-de-cabide.html
Ganz kreativ, das Bücherregal aus dem Big Tower Gehäuse:
Below is the image at: www.thetechzone.com/?m=show&id=111&page=1
inkl. sehr detaillierter Anleitung zum Umbau
KREATIVE MÖBELIDEEN AUS DEM INTERNET
Einen Artikel zum billigen Einrichten gibt es hier:
http://www.derknauserer.at/kn/knauserer%2002_2003.txt
Wer sich schon einmal darüber geärgert hat, dass Leute Einkaufswägen doch
tatsächlich in Flüssen und sonstwo entsorgen, der bitte werfe hier einen
Blick rein, vielleicht ist dieser Zustand ja gerade die Lösung für eine
neue Bestuhlung ;-)
http://weburbanist.com/2008/03/26/20-eye-catching-pieces-of-recycled-urban-furniture-geeky-and-ecological-reuse-of-ordinary-objects/
Aus alten Weißblechdosen haben diese Autoren schon in den 70ern wunder-
schöne Einrichtungen für Puppenhäuser gemacht. Die Idee wollte ich euch
näherbringen.
http://woofnanny.blogspot.com/2005/09/tin-can-furniture-booklet-1973.html
-----------------------------------------------------------------------
* Meine Kräuterapotheke - so klappt es!
Vor etlichen Jahren als ich damals vom Stadt auf das Land gezogen bin, stürzte
ich mich als erstes auf Heilkräuter. Von jedem Spaziergang brachte ich Kräuter
heim, die zu Tees, Tinkturen, Ölen etc. verarbeitet wurden. Ich versuchte mich
an Salben und Cremen. Das erstellen einer so umfangreichen Hausapotheke machte
mir einen Riesenspaß. Doch bereits im nächsten Jahr trat eine große Ernüchterung
ein. Schachtelweise musste ich getrocknete Kräuter wieder wegwerfen, weil
die Tees nicht gebraucht wurden und ein Konsum ohne Heilzweck einfach nicht
wohlschmeckend genug gewesen wäre. Auch die Tinkturen und Öle, Salben gingen
mit der Zeit den Weg allen irdischen und mit ihnen die Lust an einer Haus-
apotheke.
Zwischenzeitlich habe ich zwar immer wieder Huflattichtee gegen Husten gesammelt
und das war es dann eigentlich. Alle paar Jahre eine Arnikatinktur und hie und
da ein Johannisöl. Die Kräuterapotheke tümpelte so vor sich hin, obwohl mein
Wissen über Wildkräuter gewachsen war.
Gleichzeitig störte mich immer mehr, dass sich bei mir immer mehr Lasepton,
Bepanten, Aspirin, Mobilat und Konsorten einfanden (also nicht alles gekauft,
aber Großmütter - ha die hatten wir schon mal - scheinen es als Lebenserfüllung
anzusehen, wenn man den Enkeln eine Wundsalbe in der Apotheke kaufen kann).
Als ich heuer mit einem häßlichen Husten einen EDV-Kurs leitete und mir
gekauften Hustensaft löffelweise einflößte, meinte eine Kursteilnehmerin,
ich sollte mir doch Spitzwegerichsaft organisieren und gab mir eine Adresse.
Da guckte ich aber ziemlich blöd, als die Adresse just jene aus meiner
Straße war (da gibt es nur 11 Häuser mehr nicht). Die Nachbarin füllte mir
natürlich sehr gerne eine Probe vom Spitzwegerichsaft ab, der prompt half.
Ebenso natürlich habe ich mir den Spitzwegerichsaft auch angesetzt. Man
nehme
Spitzwegerrich (wächst eigentlich überall)
Zucker
beides füllt man lagenweise in ein Glas und läßt es über Nacht setzen und
füllt dann nochmal lagenweise bis zum Rand auf. Alles wird am besten
vergraben (oder dunkel und kühl gestellt). Nach drei Monaten hat man
lecker Hustensaft, der nachweislich wirkt (für Kinder wegen der Süße
geeignet).
Dieser Saft, so sagte ich mir, sollte der Neustart einer brauchbaren Haus-
apotheke werden. Aber diesmal wollte ich das Pferd richtig aufzäumen und
schrieb mir eine Liste jener Wehwehchen auf, die immer wieder in unserer
Familie mit 2 Kindern auftreten. Es entstand eine endenwollende Liste von
Wunden bis Schnupfen, Durchfall bis Brechreiz, niedrigem Blutdruck bis
Kopfweh etc.
Dann setzte ich mich hin und suchte in meinen Büchern nach passenden
Hausmittelchen. zB in diesen Büchern
Gesundheit aus der Apotheke Gottes: Ratschläge und Erfahrungen mit Heilkräutern
Gertrude Messners Kräuterhandbuch: Altes Wissen neu entdecken
meine Bücher: Das Kräuterbuch und das große Buch der Volksheilkunde
oder im Web
http://www.heilkraeuter.de/
http://heilkraeuter.net/
und natürlich nicht zu vergessen:
http://www.kraeuterkommune.de
Kriterium für die Aufnahme in meine Apotheke war natürlich auch die Ver-
fügbarkeit der Kräuter. In meinem Garten wachsen Minze, Salbei und Zitro-
nenmelisse, die natürlich vorzug vor Ginseng, Ingwer etc. haben, die ich
zukaufen müßte.
So begann ich nach Liste und Verfügbarkeit zu werkeln:
Aus Minze habe ich jetzt Tee gemacht, der gegen Magenweh helfen soll.
Das Minzöl ist ein Alleskönner, der gegen Blähungen, Atemswegsentzündungen,
äußerlich gegen Kopfweh und inhaliert gegen Husten helfen soll.
Mein Melissenölansatz soll gegen Lippenherpes und überhaupt gegen Keime
gut sein.
Auch in Alkohol habe ich Melissen angesetzt.
Salbei habe ich zu Tee getrocknet, der mir bei Halsschmerzen helfen soll.
Das Johannisöl habe ich auch auf den Weg geschickt (für unsere "Binzerler").
Gegen "rheumatische Beschwerden"und Muskelleiden habe ich fleissig Zinn-
kraut gesammelt, gegen grippale Effekte möchte ich mit Brennesseltee an-
gehen.
Gegen Durchfall muss ich noch Heidelbeeren trocknen.
Gegen Warzen lagere ich Rhizinusöl ein, das man in der Apotheke sehr billig
bekommt und sehr gut hilft.
Der Aufbau ist derzeit noch im Gange.
Für den Aufbau einer guten Kräuterapotheke empfehle ich also
1. Ermitteln häufig auftretender Krankheiten und Blässuren
2. Auffinden dazu passender Heilmittel
3. Gezieltes Herstellen dieser Mittelchen und sauberes Etikettieren
4. Reservieren eines gut zugänglichen Plätzchens, sodass jeder im Haus
zur neuen Apotheke zugang hat.
Dann funktioniert es, weil man auch dann regelmäßig zu seiner Apotheke
greift.
Achja, Medizin braucht wie zB der Hustensaft Braunglas, das man zB hier
http://www.kraeuter-reich.de/zubehoer.php beziehen kann. Ich habe einen
lokalen Großhandel, wo man solche Gläser (auch Tropfflaschen) sehr gün-
stig erstehen kann (www.interglas.at).
Das Kräuterthema ist recht spannend, weshalb ich im Septemberknauserer
noch so richtig geniale Kräuterrezepte (Hausapotheke, zum Essen, zum
Trinken, etc.) vorstellen möchte. Für Hilfe wäre ich allerdings sehr dank-
bar! mau(at)gmx.at
-----------------------------------------------------------------------
* Was man alles mit simplem Backpulver machen kann
Dass Backpulver sehr vielseitig einsetzbar ist, ahnten wir schon immer. Jetzt
habe ich aber mal alle möglichen und unmöglichen Einsatzgebiete des Pülver-
chens zusammengetragen, die ich finden konnte. Wem also nochwas einfällt, bitte
mailen!!! info(at)derknauserer.at
(Beim Großmarkt wie Metro gibt es Backpulver auch in größeren Packungen als
in den kleinen Briefchen).
ALS HAUSMITTELCHEN
- Wenn mir ein TOPF ANBRENNT: sofort leeren, ausspülen, Backpulver rein und
wenig Wasser drauf. Etwas einwirken lassen, läßt sich hinterher leicht schrubben.
- Die VERFÄRBTEN FUGEN im Badezimmer lassen sich mit Backpulver wieder weiß
kriegen.
- Mit Backpulver bekommt man auch diesen widerlichen FETTFILM auf Küchenschränken
wieder weg. Backpulver auf einen ganz leicht feuchten Schwamm streuen - ca.
1/2 Päckchen pro Küchenschrank - und damit die Oberfläche abwischen.
- Backpulver oder Natron helfen auch gegen TEERÄNDER.
- auch ein verdrecktes BACKROHR wird mit BP wieder schnell sauber ohne die
große chemische Keule zu fahren
- ABFLUSS VERSTOPFT? 3 Esslöffel Backpulver in den verstopften Abfluss geben und
sofort 1/2 Tasse Essig hinterherschütten. Dann den Abfluss verschließen. Es
entsteht Kohlensäure, und im Rohr beginnt es zu sprudeln. Wenn das Sprudeln aufhört,
mit kochend heissem Wasser nachspülen. (frag-mutti.de)
- GEGEN STINKENDE TURNPATSCHEN: Eine Tüte Backpulver in die Schuhe verteilen und
über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Tag raussaugen, fertig!
- SILBERSCHMUCK wird offenbar mit BP, das man mit einer Bürste aufträgt, wieder
sauber.
- SCHMUTZRÄNDER an HERDPLATTEN: So nahm ich ein Stück Alufolie, knüllte es ein
wenig zusammen und streute Backpulver (wichtig für die Reibung) auf die Ränder
der Herdplatten. Mit der Alufolie in der Hand konnte ich somit die braunen Flecken
am Rand der Herdplatten praktisch weg"schmirgeln". (frag-mutti.de)
- ebenfalls auf frag-mutti.de ANLEITUNG ZUM ETIKETTENENTFERNEN: Ordentlich Back-
pulver in Wasser auflösen und das ganze dann auf das Etikett geben, oder den
Gegenstand mit dem Etikett in die Lauge legen.
- ABLAGERUNGEN IN ZAHNPUTZBECHERN: Backpulver darin auflösen und über Nacht
stehen lassen (aus dem Knausererlexikon)
- SCHMIERFLECKEN: Altes Backpulver kann man immer noch zum Behandeln von
Schmierflecken verwenden. In Schmierflecken einmassieren und dann waschen.
Hilft genauso gut wie ein teures Fleckenmittel. (aus dem Knausererlexikon)
- Natürlich kann man auch BP auf ein feuchtes Tuch geben und die FENSTER damit
putzen.
- FLECKEN IN TEPPICHEN: Backpulver hilft gegen allerlei Flecken. Backpulver
in den Fleck reiben. Dann eine Tasse Essig darüber leeren. 10 Min. warten und
mit kaltem Wasser auswaschen. -- zB bei Teppichen. (www.dollar-stretcher.com)
PUTZMITTEL SELBSTGEMACHT: Drei Eßlöffel Backpulver mit 1 l warmen Wasser mischen und
in eine Sprühflasche geben. Gut für Vinylfußböden, CDs und Fenster. (aus dem
Knausererlexikon)
- Offenbar kann eine Schüssel mit Backpulver Kühlschrankgerüche aufnehmen.
(http://ultimatemoneyblog.com/unique-uses-for-baking-soda).
- Die gleiche Seite berichtet auch, dass man Backpulver als "Anzünder" für
Feuer verwenden kann.
- Wasserränder auf Holzböden gehen mit einer Backpulverpaste wieder weg.
BEIM WASCHEN
- Einfach ein Päckchen Backpulver zum Waschmittel geben. Frischt das WEISS auf und
entfernt frische Flecken schnell und biologisch.
- Bei VERSCHMUTZEN KRAGEN einfach ein bisschen Backpulver auf den Kragen streuen
und leicht einreiben. Nach ca. 1 Stunde gut ausbürsten.
- GARDINEN werden wunderbar weiß wenn man zum Waschpulver eine Tüte Backpulver
dazu tut.
IM GARTEN/BEI TIEREN
- Kellerasseln vertreiben: Einfach Backpulver in die Ritzen verstreuen, wo Wand
und Boden aufeinander treffen. Asseln hassen Backpulver. Die kommen nie wieder.
(Quelle: Frag-mutti.de)
- SILBERFISCHE: Eine 1:1 Mischung aus Zucker und Backpulver in die Ritzen streuen:
Der Zucker ist das Lockmittel und BP quillt bei Feuchtigkeit auf - der Raum bleibt
jahrelang garantiert verschont.
ALS HEILMITTELCHEN
- Bei Fußpilz in Wasser gelöstes Backpulver auf die betroffenen Stellen auftragen.
- "Wusstet Ihr dass ein Bad mit Backpulver helfen soll schneller gesund zu werden,
wenn man eine Grippe hat? Ich nicht. Aber anscheinend funktioniert das Bestens.
Backpulver in ein Bad und der Säure Basen Haushalt soll sich wieder ausgleichen."
(Quelle: http://www.frauenblog.ch)
- "Wenn ich mal kein Bulrich Salz mehr habe und ich vor Sodbrennen nicht
schlafen kann, esse ich einen Esslöffel Backpulver." (Quelle: hausmittelchen.de)
- Offenbar kriegt man auch NIKOTINFINGER mit einer BP-Paste sauber.
IN DER SCHÖNHEIT
- Backpulver reinigt schonend und wirkungsvoll vergilbte Zähne. Statt einer
teueren Spezialzahncreme, die unter Umständen Körnchen enthält, die Ihren
Zahnschmelz abschleifen, nehmen Sie eine normale Zahncreme, drücken ein, zwei
Zentimeter auf die Zahnbürste und streuen aus einem Tütchen etwas Backpulver
darüber. Nach einigen Tagen werden die Zähne wieder weiß.
(Quelle: http://berlinx.de/ego/1099/art6.htm)
- die Schnellentfettung bei HAAR: Das Haar etwas befeuchten und dann das
Backpulver schnell einkämmen und wieder auskämmen.
Im Internet finden sich auch allerhand Berichte, dass man Backpulver auch
als Shampoo verwenden kann. Einige behaupten sogar, so ganz ohne Shampoo aus-
zukommen.
- Rückstände aus KÄMMEN und BÜRSTEN werden auch mit im Wasser gelösten BP ent-
fernt. Einfach in eine Schüssel geben, Kämme dazu und liegenlassen.
- RAUE ELLENBOGEN oder überhaupt gegen raue Haut: eine dicke Paste aus Back-
pulver und Wasser machen (3 Teile BP : 1 Teil Wasser) und schrubben.
Das gleiche gilt für Schrunden und Hornhaut an den Füßen. Ein Fußbad mit Back-
pulver hilft hier die Haut zu reinigen und geschmeidiger zu machen.
- Ganz hartgesottene verwenden eine etwas dünnflüssigere Paste zum Rasieren.
- Auch die NÄGEL sollen es gutheißen, wenn man die Nagelfeile zuerst in Back-
pulver taucht.
- Offenbar kann man sich Backpulver auch als DEO unter den Arm schmieren.
SONSTIGES:
Wäsche kann auch im Winter draußen getrocknet werden,wenn man in das
Weichspülfach der Waschmaschine in Wasser aufgelöstes Backpulver gibt.Eine
kleine Backpulvertüte pro Waschgang.
-Beim Auto kann man offenbar bei leichtem Rost mit Backpulver noch was
richten.
- Auf Ölflecken gestreut, hilft BP in der Garage diese hartnäckigen Flecken
loszuwerden.
-----------------------------------------------------------------------
* Mit kleinen Tipps viel Sparen:
DIE BOXEN in der DOSEN (weil es so schönes Recycling ist):
http://blog.makezine.com/archive/2008/03/ampinacan.html
ECDL - für das Kostenminimum:
Notgedrungenermaßen muss ich den ECDL-Führerschein nachmachen. Dazu muss
man sich nicht unbedingt in Kurse zwängen (was nicht jeder weiß), sondern kann
das im Selbststudium erledigen. Einfach zuhause lernen (Unterlagen bei
www.klickdichschlau.at oder www.ecdl.at), dann zur Prüfung anmelden beim
Prüfungscenter in der Nähe (Demotests unter www.ecdl.at).
Dann muss man wenigstens nur die Kosten für die Skill Card und die Prüfungen
abdrücken und man kriegt den Führerschein um ca. 200 EUR.
JUGENDHERBERGEN:
Da mittlerweile die Studenten offenbar zu betucht sind für die Jugendher-
bergen bieten diese vermehrt Angebote für Familien.
zB der österreichische Verband: http://www.oejhv.at
-----------------------------------------------------------------------
Für den Knauserer 09/2009 sind folgende Themen geplant.
Ich werde diese Themen im Diskussionsforum auch zur Diskussion
stellen. E-Mails mit euren Tipps und Meinungen sind aber auch
herzlich willkommen.
* Mobilität - mehr Plage als Segen
* Althaussanierung Solar
* Projekt 2009: Praktisches aus Makramee - es muss nicht immer nur
ein Wandbehang sein
* Wer macht mit? - Eine Woche ohne Müll
* Willkommen Neueinsteiger: gesammelte Tipps, wie man sich billig
durch die Woche kocht
* Mit kleinen Tipps viel sparen
Forum: http://www.derknauserer.at
E-Mail: mailto: info@derknauserer.at
-----------------------------------------------------------------------
Impressum:
Der Knauserer ist ein kostenloses E-Zine, das ca.
12mal jaehrlich erscheint. Herausgeber: Michaela
Brötz, info@derknauserer.at - www.derknauserer.at